Der Präsentiermarsch Friedrich Wilhelms III.
Der Präsentiermarsch war von Friedrich Wilhelm III., inspiriert von den Hoboistenkorps des ausgehenden 18. Jahrhunderts, in seiner Jugendzeit komponiert worden.
Die Hofmusiker notierten es für Kammermusikbesetzungen.
Das Werk geriet aber rasch wieder in Vergessenheit.
Erst 1835 wurde die Partitur wiederentdeckt und der Marsch bei der Revue (Militärparade) von Kalisch auf Weisung des russischen Zaren Nikolaus I., Friedrich Wilhelms Schwiegersohn, von einem "Monstre-Orchester" intoniert.
1841 wurde das Stück dann auf Verfügung Friedrich Wilhelms IV. in die preußische Armeemarschsammlung aufgenommen.
Er ist ein sehr kurzer, aber prägnanter Marsch mit hohem Wiedererkennungswert.
Der Melodie des Marsches wurde etwa ab 1870 inoffiziell ein humorvoller Text unterlegt:
- Seine Majestät der König,
- zahlt unsereins zuwenig,
- 'nen Taler woll'n wir hab'n,
- doch den krieg'n wir nicht,
- und für 23 Pfennig präsentier'n wir nicht!
Dem Text liegt die Tatsache zugrunde, dass Mannschaften in der preußischen Armee einen Tagessold von 22 Pfennig erhielten.
Soldaten der Garde erhielten 1 Pfennig Gardezulage und kamen so auf die besungenen 23 Pfennige.