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Spielmannszuges Borgholz

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Geschichte der Musikstücke und Märsche des Spielmannszuges Borgholz 1926 (PDF)

Unter dem Grillenbanner

Komponiert von Wilhelm Lindemann (05.04.1882 - 08.12.1941)
"Unter dem Grillenbanner" - ein Stück, das schon so manchem Experten seines Titels wegen Rätsel aufgegeben hat. Unter Napoleon gab es eine Biene auf einem Banner, aber auf welcher Fahne sollte eine Grille abgebildet sein?
Die Lösung dieses Rätsels liegt in Wahrheit viel näher als man glaubt.
So steht z.B. im Duden nachzulesen:
Musik, soll also eine schlechte Laune vertreiben, die Grillen verbannen.
Schon Johann Strauß Sohn griff 1861 zur selben Methode:
Um die "Grillen", den Ärger mit den Coburgern zu vertreiben, widmete er dem Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg-Gotha, der sich unstandesgemäß mit dem ehemaligen Wunderkind, der Komponistin, Dichterin und Schauspielerin Constanze Geiger im Jahr 1861 vermählte, sein Opus 247, den gemütlichen Walzer im Ländlerstil "Grillenbanner".
Der vermutlich von Strauß'schen Melodien inspirierte und deswegen so "weanerisch" anmutende "Unter dem Grillenbanner"-Marsch stammt bemerkenswerterweise von einem Berliner: Wilhelm Lindemann - auch genannt Fritze Bollmann -, der mit seinem Walzerlied "Trink, trink, Brüderlein trink" große Popularität gewann.