Internetpräsenz des

Spielmannszuges Borgholz

Mitglied des Deutschen Volksmusikerbundes


Geschichte der Musikstücke und Märsche des Spielmannszuges Borgholz 1926 (PDF)

Can Can

Der Cancan ist ein schneller französischer Tanz im 2/4-Takt, der sich um das Jahr 1830 in Paris aus der populären Quadrille ableitete.
Der Ursprung des Namens ist umstritten. Die verbreitetste und plausibelste Erklärung ist die Herleitung von "cancan", der kindlichen Umformung des französischen Wortes "canard" (Ente) - eine Anspielung auf den ausgeprägten Hüftschwung der Cancan-Tänzerinnen.
Nach einer anderen Version soll er von dem alten französischen Wort "caquehan" (Tumult) abstammen.
Der Cancan war zunächst ein volkstümlicher, "exzentrischer und aufsehenerregender" Gesellschaftstanz, der vor allem in den sogenannten Café concerts getanzt wurde. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wandelte er sich zu einem Bühnenschautanz, der nur noch in Varietés, Cabarets, Music Halls und Revuetheatern aufgeführt wurde.
Weil man den Tänzerinnen bei den typischen hohen Beinwürfen und Spagatsprüngen unter die Röcke schauen konnte, wurde der Cancan bald polizeilich verboten, was seiner Beliebtheit keinen Abbruch tat.
Als Tänzerinnen waren neben La Goulue auch Grille d'Egout, Nini Patte en l'Air mit ihren bekannten Partnern Valentin le Désossé, Fil de Fer oder Pomme d'Amour, die Königinnen des Cancan und Chahut. La Goulue konnte sich fünf Jahre lang als Publikumsliebling des Moulin Rouge behaupten, bis sie sich als selbstständige Raubtier-Domptöse vom Moulin Rouge trennte und Jane Avril zum neuen Star des Cancan wurde. Im Moulin Rouge, für das Toulouse-Lautrec Plakate entwarf, gehört der Cancan bis heute zu den Attraktionen.
Jacques Offenbach und Hervé komponierten und verwendeten Cancans in ihren Operetten.